Wer
kolmanskop.de wird von Michael Antrag betrieben, privat und ohne kommerziellen Hintergrund. Die erste Fassung ging 2012 online, damals als kleine Sammlung von Texten und Fotos; 2026 wurde die Seite vollständig neu geschrieben, gestaltet und um die Gebäudeseiten, die Zeitleiste, die Ortskarte und die Besuchsinformationen erweitert.
Ich war selbst in der Gegend, allerdings vor mehr als zwanzig Jahren und nur auf der Durchreise. Ich habe Kolmanskop von der B4 aus gesehen, auf dem Hügel, und bin nicht hineingegangen. Diese Seite ist also nicht das Tagebuch eines Besuchs, sondern das Ergebnis von Lesen, Sammeln und Nachfragen. Wer etwas besser weiß, korrigiert mich gern: kontakt@impressum.xyz.
Warum
Weil es zu Kolmanskop im Deutschen viele Reiseberichte gibt, aber kaum eine Seite, die die Geschichte des Ortes in der Tiefe erzählt, die er verdient, mit den Quellen, die es dazu gibt, und mit den Menschen, die in den Führungen nicht vorkommen. Dazu kommt, dass die praktischen Informationen zum Besuch verstreut, veraltet oder auf Englisch sind. Beides an einem Ort, aktuell gehalten, ohne Werbung, ohne Tracking: das ist der Anspruch.
Quellen
Die Geschichtskapitel dieser Seite beruhen im Wesentlichen auf einer einzigen, gründlich gelesenen Arbeit:
- Nicola Alexander: Kolmanskop: An Industrial Heritage Resource or Only a Tourist Attraction? Master-Arbeit, University of Cape Town, 2010, frei zugänglich im Open-Access-Repository der Universität. Alexander hat die Bau- und Betriebsgeschichte des Ortes aus Archivplänen, Firmenunterlagen und Interviews rekonstruiert; fast alle Daten, Zahlen und Namen auf den Geschichtsseiten stammen von dort.
Alexander stützt sich ihrerseits auf Werke, die ich selbst nicht eingesehen habe und hier nur nenne, weil die zitierten Fakten auf sie zurückgehen: Gabi Schneider, Treasures of the Diamond Coast (2009); Amy Schoeman & Helga Kohl, Kolmanskop: Past and Present (2004); Olga Levinson, Diamonds in the Desert (über August Stauch); Brenda Bravenboer & Walter Rusch, The First 100 Years of State Railways in Namibia (1997); Gino Noli, Desert Diamonds (2010). Wer tiefer einsteigen will, beginnt am besten bei Schneider und bei Schoeman & Kohl.
Weitere Grundlagen:
- Ghost Town Tours (kolmanskuppe.com), der Betreiber der Anlage: Öffnungszeiten, Preise, Regeln und der Lageplan, nach dem die Ortskarte gezeichnet ist. Das Datum des letzten Abgleichs steht auf der jeweiligen Seite.
- Die frühere Fassung dieser Seite (2012–2026): Von dort stammen die Anekdoten, die sich in Kolmanskop erzählt werden: die beiden Ärzte, die Lehrerin Marie Hussmann, der Architekt Ziegler, die Erinnerungen von Marianne Coleman an Pomona, August Stauchs Tod. Sie gehen auf Führungen, Museumstafeln und ältere Literatur zurück und ließen sich nicht in jedem Fall unabhängig belegen.
- Wikipedia (deutsch und englisch) zum Gegenprüfen einzelner Daten, und aktuelle Reiseberichte für praktische Details wie Verkaufsstellen und Tourveranstalter; diese Angaben veralten am schnellsten.
- Die Seiten zur Umgebung (Lüderitz, Oranjemund, Nationalpark), zum Klima und zu den Unterkünften beruhen auf allgemein zugänglichem Wissen und wurden nicht Satz für Satz an Primärquellen geprüft. Korrekturen sind willkommen.
Zur Zuordnung der Gebäude zu ihren Bewohnern folgt diese Seite dem Museum in Kolmanskop; wo Quellen abweichen, ist das im Text vermerkt.
Bildnachweis
- Farbfotos aus Kolmanskop (Rundgang, Gebäudeseiten, Galerie „Heute“): Anders Ellerstrand, mit freundlicher Genehmigung. Anders hat uns seine Bilder vor Jahren zur Verfügung gestellt, damit man sich ein Bild von der Geisterstadt machen kann, auch dann, wenn ein Sandsturm den eigenen Besuch vereitelt.
- Historische Aufnahmen (1908–1930): Koloniales Bildarchiv, Universitätsbibliothek Frankfurt am Main, mit freundlicher Genehmigung. Die Sammlung ist unter ub.uni-frankfurt.de zugänglich.
- Großformatige Stimmungsbilder (Startseite, Seitenköpfe, Galerie „Licht und Sand“): Depositphotos, lizenziert.
- Zeitreihe Direktorenhaus 1909 / um 1980 / 2012: Archiv.
- Unterkunftsbilder auf der Seite „Unterkünfte“: aus dem trivago-Partnerfeed, von den jeweiligen Häusern bereitgestellt.
- Die Ortskarte ist eine eigene, schematische Zeichnung nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.
Technik
Die Seite besteht aus statischen HTML-Dateien, die mit dem Generator Eleventy erzeugt werden. Es gibt keine Cookies, keine Analyse-Software, keine eingebetteten Dienste von Dritten; die Schriften liegen auf dem eigenen Server. Bilder werden in mehreren Größen und Formaten ausgeliefert, damit die Seite auch auf dem Handy in Namibia schnell lädt.