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- Schematisch, nicht maßstäblich. Nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.
- 1Kasino und KegelbahnGesellschaftshaus, heute Museum und Besucherzentrum
- 2Die LadenstraßeBäckerei, Schlachterei, Eisfabrik, Getränkefabrik, Kaufmann
- 3Das JunggesellenhausUnterkunft für ledige Angestellte
- 4Das Haus des ArztesDr. Paul Kränzle und Dr. von Lossow
- 5Das KrankenhausLazarett mit dem ersten Röntgengerät im südlichen Afrika
- 6Schule und LehrerinhausMarie Hussmann, Lehrerin
- 7Das Haus des IngenieursLeonhard Kolle, Betriebsleiter der Centralwäsche
- 8Das Haus des QuartiermeistersVerantwortlich für Magazin und Versorgung
- 9Das Haus des ArchitektenArchitekt Ziegler (Metje & Ziegler)
- 10Das Haus des BuchhaltersBuchhalter der Minengesellschaft
- 11Das DirektorenhausHans Hörlein, Direktor der Minengesellschaft
- 12Die BarHolzbau aus den ersten Jahren
- ✦Stauch-ResidenzWohnsitz des Diamantenpioniers, zur Biografie
Wie der Ort gebaut ist
Kolmanskop liegt auf einem felsigen Hügel, und der Hügel ist die Firmenhierarchie. Ganz oben, am Ende der Straße, steht das Direktorenhaus; dann folgen bergab Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur, die sechs Villen der leitenden Angestellten aus den Jahren 1910 bis 1914, gebaut im Stil deutscher Vorstädte, mit Erkern, Veranden und Gärten. Unterhalb, am Südhang, wohnten die Handwerker in kleineren Häusern, zunächst in hölzernen „Koppelpontoks“, ab 1926 in Ziegelbauten. Am Fuß des Hügels, entlang der Hauptstraße, lagen Läden, Werkstätten und Magazin, dazu die Gleise der werkseigenen Bahn, die zu den Diamantenfeldern im Süden führte.
Die rund 800 Vertragsarbeiter aus dem Ovamboland, ohne die keine Diamanten aus dem Sand gekommen wären, wohnten nicht im Ort. Ihr Compound mit eigenem Hospital lag östlich der Siedlung, ein zweites Lager bei der Centralwäsche zwei Kilometer südlich. Beide liegen heute außerhalb des Zauns im Sperrgebiet und können nicht besucht werden; mehr dazu im Kapitel über den Alltag.
Praktisch: der Weg durch den Ort
Die Führung (45 bis 60 Minuten, im Permit enthalten) beginnt am Kasino, zeigt Kegelbahn, Museum und die Ladenstraße und entlässt die Gruppe dann zum freien Erkunden. Die Villen am Hang erreicht man über die Straße hinter dem Kasino; für die ganze Runde bis zur Schule im Süden sollten Sie mindestens zwei Stunden rechnen. Gute Schuhe sind Pflicht, denn unter dem Sand liegen Glasscherben, und in einigen Häusern steht der Sand hüfthoch. Wer fotografieren will, kommt mit dem Foto-Permit schon zum Sonnenaufgang herein, bevor um 9:30 Uhr die ersten Busse kommen.
Wer in welchem Haus gewohnt hat, ist nicht in jedem Fall gesichert. Frühere Bewohner, die ersten Guides und das heutige Museum widersprechen sich gelegentlich. Wir folgen auf diesen Seiten den Angaben des Museums und weisen auf Abweichungen hin.
