Blick über die Häuser von Kolmanskop mit der Bahnlinie im Vordergrund

Die Gebäude

Rundgang durch die Geisterstadt

Zwölf Stationen, ein Hang, hundert Jahre Sand. Wer in welchem Haus wohnte, was davon geblieben ist und wo Sie es finden. Klicken Sie auf ein Gebäude im Plan.

Lageplan von Kolmanskop Schematischer Plan der Geisterstadt: Vom Eingang im Norden führt die Hauptstraße nach Süden. Am Hang im Westen stehen die Villen von Direktor, Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur; in der Mitte das Kasino; entlang der Hauptstraße Bäckerei, Schlachterei, Eisfabrik und Museum; weiter südlich Junggesellenhaus, Arzthaus, Krankenhaus und Schule. Bahnlinie Lüderitz–Aus Eingang, Parkplatz Toiletten Werkstätten, Magazin Stauch-Residenz 1 · Kasino und Kegelbahn Bäckerei Getränkefabrik Schlachterei Eisfabrik Haus des Kaufmanns Museum 2 · Ladenstraße Junggesellenhaus Junggesellenhaus (2. Bau) 3 · Junggesellenhaus 4 · Haus des Arztes 5 · Krankenhaus Schule Haus der Lehrerin 6 · Schule und Lehrerinhaus 7 · Haus des Ingenieurs 8 · Haus des Quartiermeisters Haus des Architekten Nebengebäude 9 · Haus des Architekten 10 · Haus des Buchhalters 11 · Direktorenhaus 12 · Bar N Lüderitz 10 km ↑ B4
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  • Schematisch, nicht maßstäblich. Nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.
  1. 1Kasino und KegelbahnGesellschaftshaus, heute Museum und Besucherzentrum
  2. 2Die LadenstraßeBäckerei, Schlachterei, Eisfabrik, Getränkefabrik, Kaufmann
  3. 3Das JunggesellenhausUnterkunft für ledige Angestellte
  4. 4Das Haus des ArztesDr. Paul Kränzle und Dr. von Lossow
  5. 5Das KrankenhausLazarett mit dem ersten Röntgengerät im südlichen Afrika
  6. 6Schule und LehrerinhausMarie Hussmann, Lehrerin
  7. 7Das Haus des IngenieursLeonhard Kolle, Betriebsleiter der Centralwäsche
  8. 8Das Haus des QuartiermeistersVerantwortlich für Magazin und Versorgung
  9. 9Das Haus des ArchitektenArchitekt Ziegler (Metje & Ziegler)
  10. 10Das Haus des BuchhaltersBuchhalter der Minengesellschaft
  11. 11Das DirektorenhausHans Hörlein, Direktor der Minengesellschaft
  12. 12Die BarHolzbau aus den ersten Jahren
  13. Stauch-ResidenzWohnsitz des Diamantenpioniers, zur Biografie

Wie der Ort gebaut ist

Kolmanskop liegt auf einem felsigen Hügel, und der Hügel ist die Firmenhierarchie. Ganz oben, am Ende der Straße, steht das Direktorenhaus; dann folgen bergab Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur, die sechs Villen der leitenden Angestellten aus den Jahren 1910 bis 1914, gebaut im Stil deutscher Vorstädte, mit Erkern, Veranden und Gärten. Unterhalb, am Südhang, wohnten die Handwerker in kleineren Häusern, zunächst in hölzernen „Koppelpontoks“, ab 1926 in Ziegelbauten. Am Fuß des Hügels, entlang der Hauptstraße, lagen Läden, Werkstätten und Magazin, dazu die Gleise der werkseigenen Bahn, die zu den Diamantenfeldern im Süden führte.

Die rund 800 Vertragsarbeiter aus dem Ovamboland, ohne die keine Diamanten aus dem Sand gekommen wären, wohnten nicht im Ort. Ihr Compound mit eigenem Hospital lag östlich der Siedlung, ein zweites Lager bei der Centralwäsche zwei Kilometer südlich. Beide liegen heute außerhalb des Zauns im Sperrgebiet und können nicht besucht werden; mehr dazu im Kapitel über den Alltag.

Praktisch: der Weg durch den Ort

Die Führung (45 bis 60 Minuten, im Permit enthalten) beginnt am Kasino, zeigt Kegelbahn, Museum und die Ladenstraße und entlässt die Gruppe dann zum freien Erkunden. Die Villen am Hang erreicht man über die Straße hinter dem Kasino; für die ganze Runde bis zur Schule im Süden sollten Sie mindestens zwei Stunden rechnen. Gute Schuhe sind Pflicht, denn unter dem Sand liegen Glasscherben, und in einigen Häusern steht der Sand hüfthoch. Wer fotografieren will, kommt mit dem Foto-Permit schon zum Sonnenaufgang herein, bevor um 9:30 Uhr die ersten Busse kommen.

Wer in welchem Haus gewohnt hat, ist nicht in jedem Fall gesichert. Frühere Bewohner, die ersten Guides und das heutige Museum widersprechen sich gelegentlich. Wir folgen auf diesen Seiten den Angaben des Museums und weisen auf Abweichungen hin.

Häufige Fragen

Fragen zum Rundgang durch Kolmanskop

Wie viele Gebäude kann man in Kolmanskop besichtigen?

Der Rundgang auf dieser Seite umfasst zwölf Stationen in Kolmanskop: die Villen von Direktor, Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur, das Kasino mit Kegelbahn, die Ladenstraße, das Junggesellenhaus, das Arzthaus, das Krankenhaus, Schule und Lehrerinhaus sowie die Bar. Dazu kommt die Stauch-Residenz an der Ladenstraße.

Darf man die Häuser in Kolmanskop betreten?

Die meisten Gebäude in Kolmanskop dürfen betreten werden, ohne Absperrungen oder markierte Wege. Ausnahme ist das Lehrerinhaus, das wegen Einsturzgefahr und Sandmassen gesperrt ist. Gute Schuhe sind Pflicht, weil unter dem Sand Glasscherben liegen.

Wie lange dauert der Rundgang durch Kolmanskop?

Die Führung in Kolmanskop dauert 45 bis 60 Minuten und zeigt Kasino, Kegelbahn, Museum und Ladenstraße. Für die ganze Runde über die Villen am Hang bis zur Schule im Süden sollten Sie mindestens zwei Stunden rechnen.

Wer wohnte wo in Kolmanskop?

Der Hügel von Kolmanskop bildet die Firmenhierarchie ab: Ganz oben steht das Direktorenhaus, bergab folgen Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur in Villen aus den Jahren 1910 bis 1914. Am Südhang wohnten die Handwerker, am Fuß lagen Läden, Werkstätten und Magazin. Die rund 800 Vertragsarbeiter lebten außerhalb im Compound.