Das langgestreckte Krankenhaus von Kolmanskop, historische Aufnahme

Station 5 von 12 · vor 1914, erweitert 1926

Das Krankenhaus

Lazarett mit dem ersten Röntgengerät im südlichen Afrika

Foto: Anders Ellerstrand

Ein langer Riegel mit Operationssaal, Röntgenstation und Patientenzimmern, größer, als der Ort es je gebraucht hätte.

Das Krankenhaus ist das größte Gebäude im südlichen Teil des Ortes, ein langer, zweigeschossiger Riegel am Hang. Das ursprüngliche Lazarett war eine einfache Wellblechbaracke am Südrand; der massive Bau entstand vor dem Ersten Weltkrieg und wurde 1926 unter der neuen Eigentümerin CDM modernisiert und erweitert. Berühmt ist es für sein Röntgengerät: das erste im südlichen Afrika. Die Guides erzählen, dass damit nicht nur Knochenbrüche untersucht wurden, sondern gelegentlich auch Arbeiter, die im Verdacht standen, Diamanten verschluckt zu haben.

Das Haus hatte Operationssaal, Krankenzimmer, Apotheke und Personalräume. Für die schwarzen Vertragsarbeiter, die im Compound außerhalb des Ortes lebten, gab es ein eigenes, einfacheres „Eingeborenen-Hospital“ östlich der Siedlung, nahe der Bahnstation. Es liegt heute im Sperrgebiet und ist nicht zugänglich.

Das Krankenhaus überlebte die Mine: Nach der Schließung der Centralwäsche 1930 versorgte es noch jahrzehntelang die Region, bis 1956 die letzten Bewohner Kolmanskop verließen und das Haus geschlossen wurde. Heute ist der lange Korridor mit den Zimmerfluchten eines der meistfotografierten Motive des Ortes; ein Patientenzimmer ist mit Eisenbett und Kittel als Museumsraum eingerichtet.

Bilder

Langer Korridor des Krankenhauses mit vielen Türen in Flucht
Der Korridor über die ganze Länge des Gebäudes
Eingerichtetes Patientenzimmer mit Eisenbett und Arztkittel
Ein Patientenzimmer, im Museum wieder eingerichtet
Historische Aufnahme des Krankenhaus-Anbaus
Der Anbau von 1926 (Reproduktion im Museum)
Rundbogenfenster im Krankenhaus mit Licht
Rundbogenfenster im Treppenhaus
Sandgefüllter Raum im Krankenhaus
Sand in den Zimmern
Türen und Fenster in einem verfallenen Krankenhausflur
Die Flügeltüren zur Veranda
Lange Veranda mit großen Fenstern und Sand
Die Veranda mit den hohen Fenstern

Alle Farbfotos: Anders Ellerstrand, mit freundlicher Genehmigung.

Lage im Ort

Lageplan von Kolmanskop Schematischer Plan der Geisterstadt: Vom Eingang im Norden führt die Hauptstraße nach Süden. Am Hang im Westen stehen die Villen von Direktor, Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur; in der Mitte das Kasino; entlang der Hauptstraße Bäckerei, Schlachterei, Eisfabrik und Museum; weiter südlich Junggesellenhaus, Arzthaus, Krankenhaus und Schule. Bahnlinie Lüderitz–Aus Eingang, Parkplatz Toiletten Werkstätten, Magazin Stauch-Residenz 1 · Kasino und Kegelbahn Bäckerei Getränkefabrik Schlachterei Eisfabrik Haus des Kaufmanns Museum 2 · Ladenstraße Junggesellenhaus Junggesellenhaus (2. Bau) 3 · Junggesellenhaus 4 · Haus des Arztes 5 · Krankenhaus Schule Haus der Lehrerin 6 · Schule und Lehrerinhaus 7 · Haus des Ingenieurs 8 · Haus des Quartiermeisters Haus des Architekten Nebengebäude 9 · Haus des Architekten 10 · Haus des Buchhalters 11 · Direktorenhaus 12 · Bar N Lüderitz 10 km ↑ B4
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  • Schematisch, nicht maßstäblich. Nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.

Häufige Fragen

Fragen zu Krankenhaus

Hatte Kolmanskop wirklich das erste Röntgengerät im südlichen Afrika?

Ja, das Krankenhaus in Kolmanskop ist für das erste Röntgengerät im südlichen Afrika bekannt. Nach Erzählung der Guides wurden damit nicht nur Knochenbrüche untersucht, sondern gelegentlich auch Arbeiter, die im Verdacht standen, Diamanten verschluckt zu haben.

Wann wurde das Krankenhaus in Kolmanskop gebaut und geschlossen?

Der massive Bau des Krankenhauses in Kolmanskop entstand vor dem Ersten Weltkrieg und wurde 1926 unter der Minengesellschaft CDM modernisiert und erweitert. Geschlossen wurde es 1956, als die letzten Bewohner Kolmanskop verließen.

Kann man das Krankenhaus in Kolmanskop besichtigen?

Ja. Der lange Korridor mit den Zimmerfluchten gehört zu den meistfotografierten Motiven in Kolmanskop, und ein Patientenzimmer ist mit Eisenbett und Kittel als Museumsraum eingerichtet.

Gab es in Kolmanskop ein Krankenhaus für die Vertragsarbeiter?

Ja, für die schwarzen Vertragsarbeiter im Compound außerhalb von Kolmanskop gab es ein eigenes, einfacheres Hospital östlich der Siedlung nahe der Bahnstation. Es liegt heute im Sperrgebiet und ist nicht zugänglich.